Spannung – Erotik – Fusspilz

Oder: Lebenszeichen eines vom Leben Gezeichneten

Der Sinn einer Überschrift ist es, kurz und prägnant für ein Werk oder ein Geschehnis in Form einer Bezeichnung den Inhalt anzudeuten. Wer nun ein Mix aus Grisham, Fifty Shades of Grey und Apothekenumschau erwartet oder ein Philosophie-Gewitter befürchtet, soll gleichermaßen enttäuscht und beruhigt werden. Es ist meinem kranken Geiste einfach kein sinnvoller Start eingefallen. Aber vielleicht nimmt der Mist ja Fahrt auf…

Über 14 Monate sind seit der letzten Senioren-Info vergangen ( Jingle:“Kinder, wie die Zeit vergeht“ wird eingespielt ). Hat sich ne Menge getan seitdem. Um gleich zu Beginn mit dem Gerücht aufzuräumen: Nein, die Spielweise der Senioren ist NICHT dafür verantwortlich, dass der Platz am Blomkamp abgerissen wird. Auch wenn die Grätschen von Herrn Pehmöller schon an Hoch-Tief-Arbeiten und die Befreiungsschläge des Herrn Bergmann an Abrissbirnen erinnern. So sind wir doch in knapper Vorfreude, dass uns in der nächsten Saison der gekünstelte Rasen für unsere, in dieser Saison nicht immer vergnügungssteuerpflichtigen, Auftritte zur Verfügung steht. Und über eben diese sich dem Ende entgegen neigende Saison soll in aller Kürze berichtet werden.

Holper-Start: 1:3 gegen Gencler Birligi

Da kommt eine richtig starke Truppe zu uns, nimmt verdient die drei Punkte mit und haut in den darauffolgenden Spielen so komische Ergebnisse raus, dass eine gewisse Skepsis bzgl der übereinstimmenden Identität zwischen den offiziellen Onlineeingaben und den dazugehörigen fleischgewordenen Wesen gestattet sei. Grüsse auch aus Lohkamp…

9 gegen 11: 6:1 bei Egenbüttel

Gegen einen limitierten Gegner schnell 3:0 in Front, um dann mal richtig das Schwimmen zu lernen und hinten, wo die Enten fett sind, den Sack zu schließen. Nicht nur in unserem Tor war der Wunsch Vater des Gedanken ( Dank an Sven „Michi“ W. – Doppelte Moral wg Gencler/Lohkamp!??? Iwo…)

Standardergebnis gegen Kumpel Roland: 1:0 gegen Wedel

Immer wieder spannend sind die Auftritte gegen die Jungs aus Wedel, und nicht selten gehen diese mit 1:0 aus. Nicht schön, aber wichtig, und vor allem mal zu Null, Butterfinger!

Horneburger Schießen beim Neuling: 1:3 bei Rissen

Was haben wir nicht alles versucht: Schüsse aus allen Lagen, aber im Tor ein Skeletor, der alles wegfischte ( bis auf eine nun wirklich nicht gewollte Flanke Rolfs ). Neben den liegengelassenen Punkten haben wir doch eins gewonnen – einen richtig netten Freund, dessen Verlobung mit Rainer jedoch bis kurz vor Abpfiff des Rückspiels warten musste…

Same procedure as every Year – 2:4 in Schenefeld

Da führste schon mal 2:0 in Schenefeld, fängst dir kurz vor der Pause das 1:2…und wirst in der zweiten Halbzeit gnadenlos ausgekontert. Augen auf bei der Taktikwahl, Turnvater J.!!!

Schwere Kost – 3:1 gegen Niendorf

Warum tun wir uns gegen diese Interessengemeinschaft aus dem Gehege eigentlich immer so schwer? Erst kurz vor Schluß, vom ältesten Eberwein-Filius per Smartphone festgehalten, konnten zwei in den Sechszehner geschleuderte Standards die harte Wurst knacken.

Fratzengeballer am Gericht – 3:6 bei Gala

„Und im größten Chaos hörte ich eine Stimme: bleib ruhig, atme tief, es könnte alles viel schlimmer kommen. Und ich blieb ruhig. Und ich atmete tief. Und es kam alles viel schlimmer“. Dabei hieß es vorher noch: „Lasst die nicht ins Spielen kommen…“ Berühmte letzte Worte. Bevor wir gescheckt hatten, was die mit uns anstellen, war der Drops schon gelutscht. Da können auch Treffer von der Mittellinie keinen Trost spenden. Aber wenigstens wurde Vadim heimgebracht…

Geduld ist eine Tugend – 2:0 gegen Heist

So ein Tor muss ja auch nicht in den ersten fünf Minuten fallen. Ähnlich wie gegen Niendorf konnten wir spät unsere Überlegenheit umsetzen und den Drilling eintüten. Vielleicht ist das ja der Auftakt zu einer Serie…

Fohlenpower 2.0 – Konterfussball in Pinneberg: 5:1

Zwei schnelle Tore, einen Elfer zum Anschluss, und dann gekontert, wie Hacki Wimmer, Alan Simonsen und Jupp Heynckes es nicht besser hätten machen können. Klembo mit Eintrag in die Torjägerstatistik, was Herrn Schulz mit seiner jarolimschen Schusstechnik zu Recht verwehrt blieb und mit Eigentorr korrekt archiviert wurde. Ach ja, und Pilß schnürt den Dreierpack!

Geduld, die 2.!!! – Gevater Schlüter als Dosenöffner: 2:0 gegen Nienschnösel

Wenn Du nicht weißt wohin mit der Pille – einfach mal ins Netz. Zur Not von der Grundauslinie. Ob der nun wirklich drin war, oder die neue Netzlieferung aus Sinsheim verantwortlich zeichnete, bleibt offen.

Wenn’s läuft,… - 4:2 bei Komet…warum auch immer

Der mit Abstand stärkste Gegner bis dahin!!! Und dann fährst Du drei Angriffe, und das macht Ring, Dinge und Dong. Wütende Kometen, Star Wars am Dockenhuden, auf 2:3 gestellt, 28 Standards für Gut, allesamt Abstöße und ein Bilderbuchkonter zum Endstand. Der Vierte Streich in Folge!

Rückrundenstart! Ob die Spieler Genclers bei Teppich Kiebek in Elmshorn zu ner Extraschicht Orientteppichklöppelei antreten mussten oder schlichtweg ob der Serie die Buxe gefüllt hatten, ist nicht mehr zu rekapitulieren. Auf jeden Fall war der Osdorfer Tross schon unterwegs, als die Absage kam – 3:0!

Mit diesem Resultat konnten auch unsere 9 Freunde aus Egenbüttel aufwarten, allerdings mit der Ansage, dass die Saison nicht zu Ende gespielt werden würde. Für die Statistik dennoch: 3:0!

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Herren Simon, Klein, Wunsch und Tebest übrigens Ihr sagenhaftes praktisches Können ins schier endlose theoretische Wissen umgemünzt und an der Sportschule Jenfeld den Basislehrgang als Lehrgangsbeste absolviert, mit allerlei Blitzbirnen aus dem Hamburger Raum und einer Zitronenjette, die man erlebt haben muss. Osdorf würdig vertreten, Kadetten, die Lehrgangsteilnehmer wissen jetzt, wo Osdorf liegt und der Frosch die Locken hat!!!

Nach gefühlt einer Dekade ( so nennt man einen Zeitraum von 10 Jahren, die Red. ) ging es dann sportlich weiter:

Geschichte wiederholt sich – 1:0 bei Roland Wedel

Um mich nicht ständig wiederholen zu müssen – diesmal war Gehdoold der Schlüssel zum Erfolg, und ein sagenhafter Torwart Marius Klein, der den Granden der Zunft mal zeigte, wie man zu Null spielt!!!

Spiel rumge-Rissen – 5:2

Da war er wieder, der durchaus sympathische Primat aus der Enklave Rissen, der nach 2:1 Führung eine Lehrhalbstunde bekam und am Ende, nach einem geschnürten 4er-Pack in Halbzeit 2, den Schiri in der Nachspielzeit zum Abbruch aufforderte. Ein Resthirnverstärker hätte hier Abhilfe geleistet…

Spiel des Jahres unter Flutlicht – 2:2-Sieg gegen BW96

Da waren ca. 80 Zuschauer, wo ansonsten nur die Herrchen und Frauchen der Hundewiese mal kiebitzen, und erlebten ein Seniorenkick vom Feinsten. Da flogen die Synapsen aus der Charlotte: Zweimal zurück, zweimal ausgeglichen, Mega-Druck und am Ende ohne Vereinsbrille doch gerechten Ausgang erkannt. Das war herrlich!

Stutzen und Staunen – wie schlecht kann man spielen? 1:2 in Niendorf

Kick um 15:30 am Flughafen, und dann keine Stutzen am Start. Rücktour nach Osdorf, Klamotten geholt, verspäteter Anpfiff des teameigenen Schiris aus Niendorf auf einem Geläuf, wo wahrscheinlich eigentlich die Flugzeuge landen. Jedenfalls stand ein Tor in Niendorf und das andere in Schnelsen. Dennoch: 1:0 Führung und scheinbare Sicherheit. Warum wir trotzdem nach einem unterirdischen Spiel 1:2 verloren, kann hier nicht begründet werden. Isso!

Vorführung: 1:2 gegen Galatasaray

Was wäre eigentlich passiert, wenn die ernst gemacht hätten? Eine spielfreudige Truppe, die uns nicht den Hauch einer Chance ließen, und nur aus humanitären Gründen kein Wettschießen veranstalteten. Erwähnenswert nur, dass das Suppenhuhn aus dem Hinspiel wieder zwischen die Pfosten gelegt wurde, um statt von der Mittellinie diesmal noch zehn Meter dahinter einen einzufangen…übrigens der einzige Schuß auf’s Tor. Den Zinnteller der Schützengilde bekommt K.D. Bergmann!

Flachser Flim: 0:2 in Heist/Hetlingen

Das snid Tgae, wo der Genger shocn den Grlil ahnat, Du ncoh auf dem Akcer stseht und die Plile trztoedm nihct vesnrkest. Ein frheüs Tor, bei dem usner Neuer einen Asubruhcsverusch untranehm, und enien spteän Efler. Dzaweschin Chncaen, die für enie klompette Rcküsirre greiceht hätetn. Es gbit Tgae, da läfut alels vekreht…

Ausfallerscheinungen: Pinneberg haut in den Sack – 3:0

Da freust Du Dich, dass Bodo mit dem Bagger auf sich warten lässt und der Kick gegen Gala doch noch nicht der letzte auf dem Kult-Grand gewesen ist, akquirierst Don Klemm und dessen Sky-Orgel, um hinterher den Dino gegen Streichs Breisgauer zu beäugen, gibst für eben diesen Kick Deine Dauerkarten weg, und dann bleibt der Gast im beschaulichen Spreckgürtel Hamburgs. Besten Dank, auch für die direkte und zeitige Absage. Rein zufällig wurde der Eintrag „n.an.“auf Fussball.de entdeckt. Und wer hat’s entdeckt? Die Schweizer? Die von Riccola? Neee, der Vadim war’s!

So bleiben nur noch die Derby-Auftritte in Nienstedten und, hopefully, to hus gegen Komet. Dann wird die Saison, die einiges an Highlights, aber auch derbe Enttäuschungen und Verletzungen mit sich brachte, beendet sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und somit hoffe ich inständig, André Usko, Olaf Jobmann, Jörg Schlüter, Vadim Becker, Rolf Schiller, Marco Simon, Milan Vladic, Klaus Bergmann, Jörg Klemm, Norbert Bräuninger und Stefan Dreyer in der nächsten Spielzeit deutlich häufiger auf dem Platz zu sehen, als die Körper dies in der ablaufenden Saison zuließen. Denn so schön sind die Herren Andrecht, Pilß oder aber auch die Robbo-Cop-Tattoos von Bülo auch nicht anzusehen, dat nutzt sich ab ;-)))

In diesem Sinne, bleibt gesund, und harret der Dinge, die da kommen.

Frank Tebest

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