Foto: TuS Osdorf

14.12.2023

Senioren 2023 - ab durch die Decke!!!

Das Jahr 2023 – Neustart, was das öffentliche Leben angeht. Der ältere Bruder von Heiner Lauterbach mit der Baskenmütze aus Naturhaar hatte Corona wieder auf eine Biermarke herunterreduziert, der Rest des Planeten leider immer noch am durchdrehen, kaputte Ampel(n) und verqatarte Rumpelfüßler . Da versuchte der gemeine Mitvierziger sich mit der schönsten Nebensache der Welt abzulenken, und wenn das auch noch aktiv ginge, umso besser. Wieder einmal war der graumelierte Haufen um den ehemaligen Knipser mit der 11, der jetzt als mittlerweile rüstiger 6er mit der 22 kickte, angetreten, das langgehegte Ziel des Aufstiegs und der Meisterschaft zu erreichen. Das hatte in den letzten 6 Jahren auch immer super geklappt. Stets wurde vom Daueroptimisten das Ziel ausgegeben, frenetischer Jubel vor den Spielzeiten in der Kabine…bei den beiden Honorarkräften, die dort im Reinigungsrahmen durchfegten, ansonsten knapp acht Besitzer blutleerer Augenpaare, denen das letzte Quäntchen an Überzeugung fehlte und die sich mit Schlagern der 70er Mut zusangen. Die Platzierungen der Jahre zuvor: 10.,12.,10.,11. und 6. Die höchsten Siege in diesen Jahren wurden bei des Gegners Unabkömmlichkeit mit 3:0 eingefahren. Grund zur Euphorie! Allerdings hatte der greise Haufen mittlerweile tatsächlich Nachwuchs bekommen, denn die Heroen aus den goldenen Oberligazeiten waren mittlerweile auch in die Jahre gekommen und nach anfänglicher Zurückhaltung kamen nach und nach die Zusagen, und mit jedem erfolgreichen Spiel wuchs der Kader an. Sehr zum Unmut der fossilen Urkicker, denen aufgrund der ungewohnten Konkurrenz Spielzeit wegfaulte. Diese unpopuläre Situation führte zu Abwanderungen langgedienter Mitstreiter. Doch zum ersten Mal konnte man auf eigenen „Nachwuchs“ bauen, während in den Jahren zuvor die Neuzugänge meist aus Vätern von ofenwarmen Jugendspielern bestanden, die vom Ehrgeiz gepackt die Stützstrümpfe aus der Mottenkiste pulten. Nun also Spieler mit fußballerischer Vorausbildung und Jahrgangsangaben von 1981 bis 1985. Nur zur Verdeutlichung, in dieser Zeit verdingte ich mich in der Mittelstufe des Gumminasiums und konnte erfolgreich nach jeder „Saison“ meinen Vertrag verlängern, was zum Besuch der Klassen 7,7,8,9 und 9 führte…

Dank dieser Verjüngungskur konnten wir bis Ende 2022 nie dagewesene 11 Siege bei nur einer Niederlage gegen die Durchmarschierer von BW96 ( 1:2 ) einfahren. Hunger!!! Und somit ab in ein Jahr, das in die Geschichte eingehen wird!

Im ersten Kick des Jahres kam es gleich zum Spitzenspiel gegen BW96 und auch wenn die sympathischen Schleswig-Holsteiner auf alles traten, was nach menschlichen Extremitäten aussah, war am Blomkamp nichts zu holen. 4:0, Ausrufezeichen, Heimsieg. Uffta – wie jedes Jahr ( nach, glücklicherweise eben nicht ). Es folgten Huschen für Appen und Gencler. Altona begann mit der unsäglichen Tradition, die Punkte per WhatsApp zu schicken.

Am 14.April dann der Tag, der bis heute zu Plaque, Diarrhoe und Schlepphoden führt: was für Napoleon Waterloo, für die Bayern das Finale dahoam und für den HSV eigentlich jede Zweitligasaison, ist für den Senior das beschauliche Hörnerkichen. Ein Kaff mit drei Milchkannen, wo man im besten Fall nur durchfährt, um irgendwo anders rauszukommen. Aber dort ansässig auch ein Fußballverein, wild durchmischt mit anderen Junkern, Hirten und Vogten aus Sparrieshoop. Klar könnte man erwähnen, dass unsere Granden, die in der Schnittmenge zwischen AH und Ü40 kicken, an dem Tag Oberligafussi vorzogen. Günni hätte an dem Tag in der Torschützenliste ganz oben anklopfen können, Markus knipste aus einer Abseitsposition, wo die kalibrierte Linie so breit wie zwei Ziehharmonikabusse lang hätte sein müssen, um das Tor anzuerkennen. Aber Bingo und Führung. Und hätte Grätschen-Olli nicht einen Mordanschlag an der Straufraumgrenze verübt, der zum Ausgleich führte, wäre…hätte…war aber nicht. 1:1 verloren, Kernschmelze! Vogelwilde Spiele gegen Lohkamp, Heist und Roland Wedel endeten mit 7:3, 5:4 und 6:0. Aber BW ließ sich die Vorlage nicht mehr nehmen, und schoss in den letzten vier Spielen 23:0 Tore. Aufgrund des Torverhältnisses „nur“ Vizemeister. Und da die Aufstiegsfrage noch nicht geklärt war, fiel die vermeintliche Feier für unsere Verhältnisse eher schmal aus. Also lediglich rauschend.

Wenig später die Bestätigung, Aufstieg in die Landesliga. Auch wenn einige Protagonisten warnten, mal solle lieber in der Bezirksliga bleiben, zu ungewiss, ob ein Gros der Truppe den Spagat zwischen AH und Senioren weiterhin so bravourös und verletzungsfrei wuppt. Aber sportlich qualifiziert bedeutet Attacke. Erster Auftritt auf Grand, Schlacke oder Asche, in Flughafennähe bei deutlicher Wärme. Unaufgeregt und erstaunlich souverän konnte die kleine Abordnung von der Resterampe die Hürde nehmen und mit 3:0 auf Gut stellen. Hier aus der Not heraus einfach mal Toni Ude in die IV gebastelt. Tja, gekommen, um zu bleiben.

Nun ging der wilde Ritt über die Karpaten aber mal erst so richtig los: einem 4:1 gegen den ehemaligen Ligaprimus aus Eidelstedt folgte der erste Auftritt vom „2.Käpt’n“ ( der, wo immer so schöne Zusammenfassungen schreiben und Voicemails zum Besten geben tut, die Red.), der nach 9 Wochen in zwölf Ländern auf drei Kontinenten seinen Kurzurlaub unterbrach . 7 Tore in zwei Spielen als Verantwortlicher - das macht der in einem Schmeiß. 7:0 bei Tornesch. Spätestens jetzt bekam die Liga rote Ohren.

Zeitgleich zu den sportlichen Highlights entwickelten sich zwei weitere Meilensteine des gemeinsamen Miteinanders: das kollektive Jubelfoto in der Kabine und die unglaublichen, kongenialen Spieltagsvorschauvideos ( geiles Wort, bei Scabble dreifacher Wortwert und Du bist durch ! ) vom brillant-kreativen Ello!!! Darf beides nicht mehr fehlen ( und wurde seit dem auch mit wachsender Begeisterung fortgeführt ).

Es folgte ein 8:0 gegen Teutonia mit acht verschiedenen Torschützen, auch das eine völlig neue Qualität! Dazwischen das obligatorische 3:0 im Geschenkkarton von der Baurstraße, verbucht.

Die Chance, das verlorene Pokalspiel gegen Nikola Tesla ( ja, auch das gehört zur Wahrheit, war aber einkalkuliert, Konzentration auf die Punktrunde, woiß‘ Beschoid!?), geradezurücken.Ging auf, allerdings wurmten die beiden Gegentore beim 5:2 – Sieg. Neue Anspruchsarroganz! Möhrchen mit zwei schicken Törchen und die üblichen Verdächtigen in der Scorerliste. Weiter geht’s.

Die Spiele nun wurden aber erst einmal nicht leichter. Rissen verlangte uns alles ab, aber nach torlos zur Pause ging der zweite Durchgang bei unvermindert hohem Tempo mit 4:0 an uns. Was spätestens zu diesem Zeitpunkt erwähnt werden muss, ist die unglaubliche Stabilität in der Defensive. Nix mehr mit 7:3, 5:4 und 6:2 in Serie. Stefan Heine ü-ber-ra-gend in der Kiste, Toni und Simon in der IV eine Mörderbank, Günni auf der Außenposition unangefochten festgespielt und stets wechselnde Außen, die durch die Bank allesamt auf hohem Niveau mithalten können. Dazu eine eingespielte Doppel-Sechs mit Ryanair und Ello, wahlweise Stefan G., sowie eine quantitativ und qualitativ grandiose Offensive. Insgesamt wurden bisher 30 Spieler eingesetzt. Die Geister, die ich rief: das bedeutet für den einen oder anderen naturgemäß Unzufriedenheit aufgrund von arg schlanken Einsatzzeiten. Für den einzelnen Spieltag sieht das für die Kaderschmiede wie folgt aus: 16 Leute im Kader, i.d.R. müssen wir zwei bis drei anderen sagen, dass sie nicht dabei sind. Die sind hocherfreut. 5 weitere aus dem 16er Kader sitzen auf der Bank und sind pissed off. Wenn diese dann im Laufe des Spiels reinkommen, gehen 5 andere runter und haben ebenfalls eine größere Kragenweite. Das bedeutet, dass Dich als Verantwortlichen per se erst einmal 13 Leute latent Scheiße finden und dieser Gemütszustand auch nach dem x-ten geistigen Getränk in der dritten Halbzeit nicht minimiert wird. Aber das muss man aushalten, und solange die Kabinenfotos viral gehen, war wohl alles richtig.

So wie in Wedel. Dort kündigte der endlich schmerz- und verletzungsfreie Sascha an, dass er so langsam unserem in der Torschützenliste führenden Herrn Ude auf den Pelz rücken möchte. Gesagt getan, bei einem Überfallkommando feinster Sahne schoss der Sturmtank Tore wie er wollte, ging beim Stand von 9:0 für Gut mit 4 Buden und Standing Ovations vom Platz….um dann in den letzten Minuten hinterm Zaun kauernd miterleben zu müssen, wie besagter U mal eben persönlich von 1 auf 4 stellte. Das Wimmern hat man in Wedel sicherlich bis zur Badebucht gehört. 12:0 am Ende, Teile der Wedeler Abwehr verliefen sich aufgrund von Schwindel auf dem bewaldeten Rückweg zur Kabine. Das dickste Brett bis dato wartete mit Pauli auf uns. Der Befangenheitsantrag gegen Möhrchen, Stefan G. und Simon wurde übrigens in erster Instanz zurückgewiesen. Im ersten Durchgang spielerisch überlegen ließen uns die grau-braunen Zecken phasenweise an Grenzen stoßen, ohne dass wir enttäuschten. Dem 1:0 zur Halbzeit ließ Benny Blume im zweiten Durchgang mit dem wohl schönsten Treffer in dieser Saison das vermeintliche 2:0 folgen. Ein einziger Moment der Unachtsamkeit aufgrund von Feierlichkeiten nach einem Mördersafe von Mahan kostete den Gegentreffer, danach alle Hand voll zu tun, um das Ergebnis zu retten. Erleichterung, Kreis mit Shalala, Kabinenorgie und Leckerlie im Vereinsheim beim gewohnten Trink- und Spieleabend mit Pfiff.

Das witterungsbedingt vorerst letzte Spiel verschlug uns zum Derby und Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Flottbek. Diesen hatte sich ein Quartett aus Ello, Möhrchen, Sören und mir gegen Eidelstedt angesehen, ein anfangs wildes und rasantes, später zerfahrendes und unansehnliches Spiel mit einem glücklichen Gewinner aus Flottbek. Die Truppe drauf eingestellt, dass der Gastgeber loslegt wie auf Speed, im zweiten Lauf aber auf Baldrian dreht, gingen wir aufs Kunstgeläuf und spielten erst einmal Holiday on Ice. Glück bei zwei kreuzgefährlichen Abschlüssen und einem etwas zu robusten Einsteigen von unserem Keeper gegen den Stürmer mit der kurzen Lunte, welches zur allgemeinen Verwunderung nicht geahndet wurde. So war es Mahan vergönnt, den Dosenöffner rauszuholen. Im zweiten Durchgang dann das schnelle 2:0 durch den Ex-Flottbeker Lübbe, bevor der Ex-Flottbeker Sascha und Ello die Gunst der Stunde nutzten, dass Toni mit der Ersten unterwegs war. 4:0, Kreis, Derysieger hey-hey, Kabinenfoto mit und ohne Kleidung und ab ins Tunici, wo Kurze aus Reagenzgläsern getrunken wurden. Irgendwas ist ja immer…

2023: 18 Punktspiele, 17 Siege, Kackemalacke in Hörnchenskörnchen, 89: 15 Tore, in der aktuellen Torjägerliste die Plätze 1,2,3,6 und 8 ( Toni, Sascha, Ello, Lübbe, Mahan), mit Abstand beste Abwehr, beste Offensive, beste Stimmung, geilste Truppe, größter Durst, dickste…

…2024, kannst kommen!!!

Möge Benny Blume weiterhin fit bleiben ( steht über allem Sportlichen!), mögen René ( B. und M. ), Daniel ( R. und Sch. ), Christoph, Olli, Ingo, Ramon und alle anderen schnell wieder fit und gesund werden, möget Ihr alle wohlauf bleiben, dann kann auch 2024 wieder ein Fest in Rot und Weiß werden… so wie Weihnachten, nur 52/24/7..

In dem Sinne; frohes Fest und einen guten Rutsch in ein friedvolles 2024

Fraggle

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